Bewerbe – Last egg standing

Einige wissen ja bereits, dass wir in der Familie zu Ostern ein Ei über das Haus werfen.

Wir bauen da auf dem alten Brauch des „Antlass“ Eis auf, das früher im Dachstuhl aufbewahrt wurde um das Haus vor Blitzschlag zu bewahren. In einigen Regionen Österreichs wird das so praktiziert, das das Ei stattdessen über das Haus geworfen wird, was ebenso Glück bringen soll.

Als ich von diesem Brauch hörte, wusste ich sofort 2 Dinge: Das klingt lustig und da geht noch mehr!

Also habe ich meine Familie motiviert das so durchzuführen, dass wir das Ei nicht nur werfen uns so seinem Schicksal auszusetzen, sondern vielmehr versuchen das Ei auch zu fangen nachdem es über das Haus geflogen ist.
Es hat nicht viel Motivation gebraucht, unsere ganze Familie ist dem Kuriosen und Lustigen zum Glück nicht abgeneigt und macht gerne jeden Blödsinn mit.
Seitdem ist das ein liebgewonnener Brauch zu Ostern bei uns.
Im ersten Jahr hat das Ei den ersten Wurf sogar heil überstanden, obwohl es nicht gefangen wurde! Ein Video bezeugt dieses Ereignis. Und das Haus ist keine Hütte sondern hat einen ersten Stock drauf, es handelt sich also um einen ordentlichen Wurf!
Und dieses Jahr zu Ostern ist das unerwartete geschehen: Klemens hat das Ei tatsächlich gefangen, wenn es auch dabei zu Bruch gegangen ist.

Das geworfen Ei hat also eine schöne Tradition bei uns und so ist es kein Wunder, dass wir eine Form davon auch bei den Olympischen Spielen verwenden:

Last egg standing

Gespielt wird in 2er Teams. Wer will, kann sich vorab seinen Team-Partner aussuchen, das ist aber nicht notwendig.
Die Teilnehmer ohne Team-Partner werden dann zufällig zu Teams geformt.
Wenn einer ohne Partner übrig bleibt, wird ein Zuschauer zum freiwilligen Mitspieler gewählt! Always be ready!

Es geht darum, ein Ei von einem Team-Partner zum anderen zu werfen und unversehrt zu fangen. Es wird immer hin und her geworfen, wobei sich jedes mal der Abstand erhöht. Das Team, das die höchste Distanz schafft, gewinnt.

Folgende Regeln gelten:
+ Jedes Team hat genau ein Ei
+ Die Eier sind natürlich ungekocht
+ Alle Teams stehen in einer Reihe und starten gleichzeitig.
+ Die erste Distanz zwischen den Partnern beträgt 2 Meter. Nach jedem erfolgreichen Wurf wird der Abstand zwischen den Partnern jeweils um einen Meter erhöht.
+ Nach einem erfolgreichem Wurf wird gewartet bis die anderen fertig sind, damit der nächste Durchgang wieder gleichzeitig starten kann.
+ Die 5 Sieger dieser Runde kommen ins Finale (die am weitesten kommen. Bei Gleichstand kommen eventuell mehr Teams ins Finale)
+ Im Finale wird nicht aufeinander gewartet sondern möglichst schnell gespielt. Bei gleicher Distanz gewinnt dann das  Team, das seine höchste Distanz als erster erreicht hat.
+ Ein Ei das nicht gefangen wird aber den Wurf unbeschadet übersteht, darf für dieselbe Distanz noch einmal geworfen werden. Dies ist pro Team aber insgesamt nur einmal möglich (in beiden Durchgängen).
Diese Zusatzregel gilt „in memoriam“ des ersten Eis, das den Wurf über das Haus ebenso überlebt hat. (Den nächsten Wurf leider nicht, der endete an der Dachrinne. Aber es hatte 2 schöne Flüge!)

Wir empfehlen für diesen Bewerb ein Ersatz-T-Shirt zu verwenden! Der Bewerb macht es praktisch unmöglich, dass ihr von einem Blitz getroffen werdet, aber ein Ei könnte schon auf euch landen!
Auf keinen Fall die Einser-Panier verwenden!

Weitere Seiten zu den alternativen olympischen Spielen:
Übersicht und Organisatorisches

Beschreibung der Einzelwettbewerbe:
Tossing the caber
Turmbau zu Babel
Ministry of silly walks
Bambus pictionary
Make Adam Riese proud!
Last egg standing

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