Bewerbe – Ministry of silly walks

Eine interessanteste Frage hat sich heute aufgetan: Wenn man in seinem Leben nur noch eine Besteckart (Messer, Gabel, Löffel) verwenden darf, welche sollte man wählen?

Cutlery, Laying, Napkin, Table, Table Setting


Wir gehen hier natürlich beim Messer von einem klassischen runden Messer aus , wie es im Besteck enthalten ist, nicht von einem scharfen Messer, wie es in der Küche verwendet wird.

Hausübung bevor du weiterliest:  Wofür würdest du dich entscheiden? Wer in einer spontanen Selbstentzündung von Gedanken zu den selben Schlüssen kommt wie ich in den folgenden Zeilen, der sollte eventuell einen Heiler oder Priester aufsuchen. Wohlan!

Der Löffel scheidet sehr schnell aus, ist er doch nur bei Suppen wirklich im Vorteil, die man aber auch aus einer Suppentasse trinken könnte. Aber wer würde ein Wiener Schnitzel mit dem Löffel essen wollen? Und gibt es andere relevante Speisen? Ich glaube nicht.

Das runde Messer zum Streichen wiederum erfüllt hauptsächlich die Rollen des Schiebers auf die Gabel, zwischendurch wird damit pseudomäßig ein wenig geschnitten, das runde Messer muss ja seine Abstammung zeigen. So wie der Chihuahua wahrscheinlich auch glaubt, er sei noch ein Wolf. Dieses Schneiden könnte aber leichter und effektiver in der Küche erledigt werden, wie es ja im asiatischen Raum üblich ist. Ist jetzt auch nicht der Renner dieses kastrierte Instrument.

Bleibt also die Gabel, die zum Aufnehmen der Speise sowohl spießend als auch schaufelnd sehr gut geeignet ist. Alles was irgendwie vorgeschnitten ist funktioniert perfekt. Also Wienerschnitzel-Streifen in Zukunft. Schmeckt genau so gut! Die Gabel scheint der eindeutige Gewinner zu sein. Wer braucht schon Suppe? Mit ihr werden wir sicher nicht verhungern!

Sind wir uns also einig, dass es nur die Gabel sein kann?

Wer sich jetzt zufrieden zurück lehnt hat aber wiederum zu wenig weit gedacht!

Was sollte das für eine Gesellschaft sein, in der wir nur ein Werkzeug zum Essen verwenden können?
Es ist auf jeden Fall eine zivilisatorisch zurück geworfene Gesellschaft mit primitiven technischen Möglichkeiten. Und da sieht die Gabel plötzlich ganz schlecht aus. Aus Metall gefertigt ist sie sehr teuer und nur wenigen Reichen vorbehalten. Aus Holz gefertigt ist es sehr schwierig, die einzelnen Zinken stabil und doch funktionell zu gestalten. Nichts für den Alltag, zu oft bricht dann eine Zinke ab. Und wenn sich diese dann im Schlund quer stellt war es vielleicht das letzte Schnitzel.

Und so ist es kein Zufall dass sich nun je nach Berufsstand 2 unterschiedliche Werkzeuge durchsetzen. Wer mobil ist (der Jäger, Händler oder Soldat) der braucht nur ein Messer, mit dem er sich Fleischstücke vom über offenem Feuer Gebratenem absäbeln kann. Das Eingangs erwähnte stumpfe ”Buttermesser” ist auch hier vollkommen nutzlos.

Wer wiederum wie zum Beispiel der Bauer oder Handwerker sesshaft ist, der wird sein Essen aus großen Schüsseln mit einem Löffel essen. Alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, wird in der Küche mit einem Beil zu Eintopf verarbeitet.
Ein Löffel ist auch leicht aus Holz zu schnitzen, da braucht man keinen Meister dafür. So gibt es daran keinen Mangel.

Für uns ”Sesshafte” und ”Krieger des Sofas” bleibt also hier aus unserem Dreigestirn nur der Löffel übrig!

Wer hätte diese Lösung eingangs für richtig gehalten?

Mir ist natürlich bewusst, dass diese Argumentationskette bei vielen auf Widerspruch stoßen wird, und das ist gut so!  Das Kuriositätenkabinett  ist ja dazu da, dem Geist einen kleinen Stupser zu geben und keinesfalls um in selbstgerechter Hybris eine Meinungs-Monokultur aufzubauen!

Wer also anderer Meinung ist, möge diese gerne in einem handgeschriebene Brief an mich senden, die besten, originellsten und am wenigsten langweiligen Argumentationen werden bei den Olympischen Spielen mit einigen Zusatzpunkten für den Kampf um den Titel des ”Master of Desaster“ belohnt! Die Spiele beginnen also indirekt jetzt!
Schaffe dir selbst jetzt schon Spaß und einen Vorsprung für die Spiele! Wer der Handschrift nicht mehr mächtig ist, kann natürlich auch auf eine Email oder WhatsApp Nachricht zurück greifen, aber handgeschrieben wäre eindeutig kurioser. Just saying!

Und diese Einleitung führt uns praktisch direkt zum Bewerb dieser Woche, ihr habt es sicher schon erraten, bei diesem Thema liegt der Bewerb der Woche praktisch auf der Hand: Vom Löffel kommen wir direkt zu:

Ministry or silly walks!

Wer kennt nicht den unsterblichen Sketch von Monty Python, in dem John Cleese als Beamter des ”Ministery of silly walks” brilliert. Zuerst noch halbwegs normal wird sein Gang in Laufe des Sketches immer absurder.

Zum Auffrischen der Erinnerung hier das Video:

Dies ist natürlich ein Pflichtprogramm für unsere Spiele. Wer sich bei anderen Bewerben nicht absolut lächerlich gemacht hat, hat jetzt die Chance dazu.

Dies ist kein Bewerb für ”sich zu ernst Nehmer”! Die Peinlichkeit ist hier fix eingebaut!
Wer sich darauf einlässt wird garantiert viel Spaß haben. (Und die Zuschauer sicher auch!)

Und so läuft das Ganze ab:

Wir hoffen natürlich auf viele selbstvergessene Teilnehmer. Sportlich gibt es ja hier keine Hürde, jeder kann teilnehmen, unabhängig von Alter und Fitnesszustand. Ein gewisser ”Geisteszustand” ist natürlich ein Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Also fast jeder sollte dabei sein!

Daher wird der Bewerb als ”Melee” stattfinden. Also nicht im Einzelauftritt, das würde zu viel Zeit kosten, sondern gemeinsam in der Gruppe. Alle Teilnehmer präsentieren gleichzeitig (oder je nach Teilnehmerzahl in 2 getrennten Gruppen) ihre absurdesten und lustigsten Gangarten. Go all out!
Die Schiedsrichter entscheiden dann, welche Teilnehmer ins Finale kommen.

Die besten 4-6 Teilnehmer haben dann im Finale wiederum im ”Melee” Modus ihre Chance das gesamte Publikum zu begeistern.
Hier wird es dann ein Publikumsvoting geben, das den Sieger bestimmen wird.

Zusatzregeln:
+ der ganze Körper kann die Expression des Ganges unterstützen (z.B. Kopf- und Handbewegungen), gewertet werden jedoch im Großteil die Bewegungen der Füße.
+ ”Props” (Requisiten) sind erlaubt, solange es sich um folgende handelt: Schirme, Stöcke, Hüte, Schuhe, Taschentücher. Props dürfen die Länge von 48 englischen Inch keineswegs überschreiten.

Bewertet werden:
+ Lustigkeit und Grad des Absurden (40%)
+ Vielfältigkeit (40%)
+ Zusatzpunkte gibt es für ein absolut ernstes Gesicht und das Aussehen eines englischen Gentleman oder einer Lady

Kameraleute haltet euch bereit, es wird legendäre Aufnahmen geben!

Weitere Seiten zu den alternativen olympischen Spielen:
Übersicht und Organisatorisches

Beschreibung der Einzelwettbewerbe:
Tossing the caber
Turmbau zu Babel
Ministry of silly walks
Bambus pictionary
Make Adam Riese proud!
Last egg standing

Bilder: pixabay.com / imgur.com / Wikipedia

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